Das Asustor Drivestor 2 Pro Gen2 in Kürze
Das Asustor Drivestor 2 Pro Gen2 (AS3302T v2) ist ein kompaktes 2-Bay-NAS für Einsteiger und Familien. Es setzt auf einen sparsamen ARM-Prozessor von Realtek und hebt sich von anderen Geräten dieser Preisklasse vor allem durch zwei Punkte ab: einen 2,5-GbE-Netzwerkport und die Unterstützung des Dateisystems Btrfs mit Snapshots. Laut Asustor ist es das erste ARM-NAS der Marke, das Btrfs unterstützt.
Bei Amazon kostet das Gerät ohne Festplatten derzeit preis ansehen. Käuferinnen und Käufer vergeben im Schnitt 4,5 von 5 Sternen bei 173 Bewertungen. Grundlage dieser Bewertung sind die offizielle Asustor-Produktseite, die technischen Daten des Herstellers und die Amazon-Produktbeschreibung. Ein eigener Betrieb des Geräts liegt ihr nicht zugrunde.
Technische Daten laut Hersteller
| Merkmal | Asustor AS3302T v2 |
|---|
| Prozessor | Realtek RTD1619B, ARM64, 4 Kerne, 1,7 GHz |
| Arbeitsspeicher | 2 GB DDR4, nicht erweiterbar |
| Flash-Speicher | 8 GB eMMC |
| Laufwerksschächte | 2× (3,5”/2,5” SATA HDD, 2,5” SATA SSD), Hot-Swap, werkzeuglos |
| RAID | Single, JBOD, RAID 0, RAID 1 (Migration Single → RAID 1) |
| Max. interne Kapazität | 36 TB (2× 18 TB, laut Datenblatt) |
| Netzwerk | 1× 2,5 GbE, Wake on LAN / Wake on WAN |
| USB | 3× USB 3.2 Gen 1 |
| Lüfter | 1× 70 mm |
| Leistungsaufnahme | 13,1 W Betrieb, 4,5 W Festplattenschlaf |
| Geräusch | 18,6 dB (Festplatten im Leerlauf) |
| Netzteil | 65 W |
| Maße / Gewicht | 170 × 114 × 230 mm / 1,6 kg |
| Garantie | 3 Jahre |
Prozessor und Arbeitsspeicher
Der Realtek RTD1619B ist ein ARM-Vierkerner mit 1,7 GHz. Gegenüber dem ersten Drivestor 2 Pro, das noch mit einem RTD1296 bei 1,4 GHz arbeitete, hat Asustor Prozessor und integrierte Grafikeinheit aufgewertet. Für Dateifreigaben, Fotoverwaltung, Backups und einfaches Medienstreaming genügt das.
Asustor schreibt, das Gerät könne 10-Bit-4K-H.265-Medien mit Hardware-Dekodierung in der hauseigenen App LooksGood transkodieren. Das ist für ein ARM-Gerät dieser Preisklasse bemerkenswert. Wer aber einen Plex-Server mit mehreren gleichzeitigen Umwandlungen plant, sollte zu einem Gerät mit Intel-Prozessor greifen.
Die 2 GB DDR4 sind nicht erweiterbar. Für den Einsatzzweck reicht das, aber Docker mit mehreren Containern oder virtuelle Maschinen sind auf diesem Gerät nicht sinnvoll. Ein separater 8-GB-eMMC-Speicher nimmt das Betriebssystem auf.
Speicher: zwei Schächte, Btrfs und Snapshots
Die zwei Schächte sind werkzeuglos und Hot-Swap-fähig. Sie nehmen 3,5- und 2,5-Zoll-Festplatten sowie 2,5-Zoll-SSDs auf. Als RAID-Typen nennt Asustor Single, JBOD, RAID 0 und RAID 1. Praktisch: Eine Migration von Single zu RAID 1 ist möglich. Sie können also mit einer Festplatte starten und später eine zweite für die Spiegelung nachkaufen.
Der wichtigste Fortschritt gegenüber dem Vorgänger ist Btrfs. Mit diesem Dateisystem bietet das Snapshot Center geplante oder manuelle Snapshots. Ein Snapshot friert den Zustand eines Ordners zu einem Zeitpunkt ein. Wird eine Datei versehentlich gelöscht oder von Schadsoftware verschlüsselt, lässt sich die frühere Version zurückholen. Das schützt allerdings nur gegen Fehler auf dem NAS selbst. Brennt es oder fallen beide Platten aus, sind auch die Snapshots weg. Eine zweite Kopie außerhalb des NAS bleibt nötig; wie das mit wenig Aufwand gelingt, erklärt unser Ratgeber NAS-Backup mit zwei Festplatten.
Die maximale interne Kapazität gibt Asustor im Datenblatt mit 36 TB (2× 18 TB) an. Mit Erweiterungseinheiten nennt der Hersteller deutlich mehr; für ein Heim-NAS ist das aber selten relevant.
Netzwerk und Anschlüsse
Der 2,5-GbE-Port ist in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich. Das QNAP TS-233 beispielsweise hat nur Gigabit. Asustor nennt aus dem eigenen Labor für RAID 1 Werte von 283 MB/s lesend und 280 MB/s schreibend und weist darauf hin, dass gewöhnliche Desktop-PCs oder Notebooks diese Werte nicht unbedingt erreichen.
Damit der Vorteil ankommt, brauchen Router oder Switch und der Computer ebenfalls 2,5 GbE. An einem Gigabit-Port der FRITZ!Box arbeitet das NAS mit rund 110 MB/s, was für Fotos, Dokumente und Handy-Backups immer noch völlig genügt.
Dazu kommen drei USB-3.2-Gen-1-Ports mit 5 Gbit/s für externe Backup-Laufwerke. Wake on LAN und Wake on WAN werden unterstützt; das NAS lässt sich also aus dem Ruhezustand über das Netzwerk aufwecken.
Software: ADM und Apps
Asustor liefert sein Betriebssystem ADM mit dem App Central, laut Hersteller mit mehr als 200 Apps. Für Familien interessant:
- Photo Gallery 3 / AiFoto 3 für Fotos, LooksGood / AiVideos für Videos, SoundsGood / AiMusic für Musik.
- DataSync Center und Cloud Backup Center für Synchronisation und Sicherung mit Cloud-Diensten.
- EZ-Connect für den Fernzugriff von unterwegs, optional mit HTTPS.
- Surveillance Center mit vier kostenlosen Kamerakanälen, erweiterbar auf 25 mit gekauften Lizenzen.
Auf der Produktseite ist außerdem ein Plex-Logo zu sehen, Portainer für Docker wird ebenfalls genannt. Angesichts von 2 GB RAM sollte man bei Containern aber zurückhaltend sein.
Für die Sicherheit nennt Asustor auf der Produktseite unter anderem die Firewall ADM Defender, den Virenscanner ClamAV, AES-256-Verschlüsselung für Ordner und die Zwei-Faktor-Anmeldung. Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Anmeldung gleich bei der Einrichtung und geben Sie den Fernzugriff nur frei, wenn Sie ihn wirklich brauchen.
Lautstärke und Stromkosten
Asustor gibt 18,6 dB mit Festplatten im Leerlauf an. Das ist leise; der 70-mm-Lüfter und das kleine Gehäuse passen gut ins Arbeitszimmer. Wie laut das Gerät tatsächlich ist, hängt vor allem von den eingebauten Festplatten ab.
Der Stromverbrauch ist niedrig: 13,1 W im Betrieb, 4,5 W im Festplattenschlaf. Eine Beispielrechnung bei 35 Cent/kWh: Im ständigen Betrieb wären das rund 115 kWh oder etwa 40 € im Jahr, im Festplattenschlaf rund 39 kWh oder etwa 14 € im Jahr.
Für wen eignet sich das Drivestor 2 Pro Gen2?
Gut geeignet für:
- Einsteiger, die ein günstiges NAS mit Snapshots für Familienfotos und Dokumente suchen.
- Haushalte mit 2,5-GbE-Netz, die schneller als mit Gigabit kopieren wollen.
- Alle, die Wert auf niedrigen Stromverbrauch und drei Jahre Garantie legen.
Weniger geeignet für:
- Wer Docker, Home Assistant oder virtuelle Maschinen betreiben möchte.
- Wer einen Plex-Server mit viel Transcoding plant.
- Wer mehr als zwei Festplatten braucht.
Alternativen
Das QNAP TS-233 kostet ähnlich viel, hat aber nur Gigabit-LAN; dafür bringt es eine NPU für schnellere Gesichtserkennung in der Foto-App mit. Wer spürbar mehr Leistung möchte, sollte das UGREEN NASync DXP2800 mit Intel N100, 8 GB DDR5 und zwei M.2-Steckplätzen ansehen.
Alle zehn Modelle im direkten Vergleich zeigt unser NAS-Vergleich 2026.
Unser Fazit
Das Asustor Drivestor 2 Pro Gen2 ist ein durchdachtes Einsteiger-NAS. 2,5 GbE, Btrfs-Snapshots, niedriger Verbrauch und drei Jahre Garantie sind in dieser Preisklasse ein starkes Paket. Die Grenzen setzt der ARM-Prozessor mit 2 GB RAM: Für Container, virtuelle Maschinen oder intensives Transcoding ist das Gerät nicht gemacht. Wer ein sparsames NAS für Fotos, Dokumente und Backups sucht, trifft hier eine gute Wahl.
Quellen