Bewertung

TerraMaster F4-425 Pro: Bewertung 2026

TerraMaster F4-425 Pro mit Intel N305, 8 GB DDR5, zwei 5-GbE-Ports und drei M.2-Slots: was das 4-Bay-NAS mit TOS 7 kann und wo die Grenzen liegen.

Redaktion von Beste NAS-System Veröffentlicht am
TerraMaster F4-425 Pro

TerraMaster F4-425 Pro

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Das F4-425 Pro bietet für Heimlabor und Medienserver viel Rechenleistung und schnelle Netzwerkanschlüsse. Wer 5-GbE nicht nutzen kann und vor allem Fotos sichert, zahlt hier für Reserven, die er nicht braucht.

Stärken

  • Intel N305 mit acht Kernen
  • Zwei 5-GbE-Ports, mit Link-Aggregation bis 1.020 MB/s laut Hersteller
  • Drei M.2-NVMe-Steckplätze und vier USB-Ports mit 10 Gbit/s
  • TRAID für gemischte Plattengrößen und Online-Erweiterung

Schwächen

  • M.2-Steckplätze nur mit PCIe 3.0 x1 angebunden
  • Nur ein Speichersteckplatz, maximal 32 GB
  • Noch keine Amazon-Bewertungen, nur 2 Jahre Garantie

Das TerraMaster F4-425 Pro in Kürze

Das TerraMaster F4-425 Pro ist ein 4-Bay-NAS für Anwender, die mehr wollen als nur Dateien ablegen: Docker-Container, virtuelle Maschinen, einen Plex- oder Jellyfin-Server und schnelle Übertragungen großer Videodateien. Bei Amazon wird die Variante mit Intel N305 und 8 GB RAM ohne Festplatten angeboten, derzeit zum aktuellen Preis bei Amazon.

Auffällig sind drei Dinge: der Achtkern-Prozessor, die zwei 5-GbE-Ports und drei M.2-NVMe-Steckplätze. Dazu kommt das neue Betriebssystem TOS 7 mit dem eingebauten KI-Agenten OpenClaw, der Befehle in natürlicher Sprache entgegennimmt. Für das Modell liegen bei Amazon noch keine Käuferbewertungen vor.

Grundlage dieser Bewertung sind die offizielle Produktseite von TerraMaster mit Datenblatt und die Produktbeschreibung bei Amazon. Ein eigener Betrieb des Geräts liegt ihr nicht zugrunde.

Technische Daten laut Hersteller

MerkmalTerraMaster F4-425 Pro (N305)
ProzessorIntel N305, x86 64 Bit, 8 Kerne, Turbo bis 3,8 GHz
Hardware-TranskodierungH.264, H.265, MPEG-4, VC-1, bis 4K (4096 × 2160) mit 60 fps
Arbeitsspeicher8 GB non-ECC SODIMM (1 × 8 GB), 1 Steckplatz, maximal 32 GB
Laufwerksschächte4 × 3,5″/2,5″ SATA, bis 30 TB je Laufwerk, hot-swap-fähig
Rohkapazität maximal120 TB (4 × 30 TB)
M.23 × M.2 2280 NVMe, PCIe 3.0 x1
Netzwerk2 × 5GbE RJ-45
USB3 × USB 3.2 Typ A und 1 × USB 3.2 Typ C, je 10 Gbit/s
Video1 × HDMI
Dateisystem internBtrfs, EXT4
Lüfter1 × 120 mm, vier Lüftermodi
Geräuschpegel20,9 dB(A) (4 Laufwerke im Standby, 1 m)
Netzteil90 W, 100–240 V
Abmessungen / Gewicht150 × 181 × 219 mm / 2,9 kg netto
Garantie2 Jahre

Prozessor und Arbeitsspeicher

Der Intel N305 hat acht Kerne und taktet laut TerraMaster bis 3,8 GHz. Im Vergleich zum Intel N100 mit vier Kernen, der in vielen Einsteiger-NAS steckt, verdoppelt sich die Kernzahl. Das zahlt sich aus, wenn viele Dienste parallel laufen: Fotoindexierung, ein Medienserver, mehrere Container und Backups zur selben Zeit.

Die integrierte Grafik übernimmt laut Datenblatt die Hardware-Transkodierung von H.264, H.265, MPEG-4 und VC-1 bis 4K mit 60 Bildern pro Sekunde. Laut Amazon-Beschreibung unterstützt das Gerät Plex, Emby und Jellyfin nativ. Für einen Medienserver, der Filme für Handy oder Tablet unterwegs herunterrechnet, ist das eine gute Grundlage.

Beim Arbeitsspeicher setzt die N305-Variante auf 8 GB in einem einzigen SODIMM-Steckplatz. Das Maximum liegt bei 32 GB. Wer aufrüstet, muss das vorhandene Modul also ersetzen, nicht ergänzen. Für einige Container und eine kleine Windows-VM genügen 8 GB; für mehrere VMs gleichzeitig ist ein größeres Modul sinnvoll.

Netzwerk: zwei 5-GbE-Ports

Die beiden 5-GbE-Ports sind das stärkste Hardware-Argument. Laut Amazon-Beschreibung erreichen sie per Link-Aggregation bis zu 1.020 MB/s. Das ist ein Wert unter idealen Bedingungen mit mehreren gleichzeitigen Verbindungen und schnellem Speicher; ein einzelner PC kommt über einen Port auf höchstens rund 5 Gbit/s.

In einem typischen deutschen Heimnetz mit FRITZ!Box sind die meisten LAN-Ports Gigabit-Anschlüsse. Dann liegt die Grenze bei etwa 110 MB/s, egal wie schnell das NAS ist. Wer die Leistung ausschöpfen will, braucht einen Multi-Gigabit-Switch und einen PC mit 2,5-, 5- oder 10-GbE-Karte. Gegenüber dem UGREEN DXP4800 Pro mit einem 10-GbE-Port ist das F4-425 Pro pro Port langsamer, bietet aber zwei gleich schnelle Anschlüsse.

M.2-Steckplätze und USB

Drei M.2-2280-Steckplätze sind in dieser Klasse viel. Sie lassen sich laut Amazon-Beschreibung mit „Hyper Cache“ als Beschleuniger für das Festplatten-Array nutzen oder als eigener SSD-Speicher, etwa für Docker-Daten und virtuelle Maschinen. Die Einschränkung steht im Datenblatt: Jeder Steckplatz ist nur mit PCIe 3.0 x1 angebunden. Damit liegt die theoretische Grenze pro SSD bei knapp 1 GB/s. Für Cache und Container ist das ausreichend, die volle Geschwindigkeit moderner NVMe-SSDs wird aber nicht erreicht.

Bei USB zeigt sich TerraMaster großzügig: vier Anschlüsse mit 10 Gbit/s, davon einer als USB-C. Externe Sicherungsplatten für die 3-2-1-Strategie lassen sich so schnell anbinden. Ein HDMI-Ausgang ist ebenfalls vorhanden.

TOS 7, OpenClaw und TRAID

TerraMaster beschreibt TOS 7 als „KI-natives“ Betriebssystem. Der integrierte Agent OpenClaw soll laut Hersteller Aufgaben per natürlicher Sprache ausführen und über 500 RESTful-Schnittstellen ansprechen; KI-Aufgaben werden laut Amazon-Beschreibung standardmäßig lokal verarbeitet. Neu sind außerdem die Online-Bearbeitung von Word-, Excel- und PowerPoint-Dateien und eine globale Suche über alle Ordner und Volumes. Wie gut der Sprachagent im Alltag funktioniert, lässt sich aus den Herstellerangaben nicht ableiten. Für ein NAS, das vor allem zuverlässig speichern soll, ist das ein Zusatz, kein Kaufgrund.

Wichtiger ist TRAID. Neben RAID 0, 1, 5, 6 und 10 bietet TerraMaster dieses eigene Verfahren an, das Festplatten unterschiedlicher Kapazität kombiniert. Laut Produktseite lässt sich das Array durch Einstecken einer neuen oder größeren Platte online erweitern, ohne Datenmigration. Für Heimanwender, die ihren Speicher Stück für Stück ausbauen, ist das praktisch.

Für die Datensicherung nennt die Amazon-Beschreibung die Business Backup Suite (BBS), TFSS-Snapshots mit Echtzeitschutz gegen Ransomware und HyperLock-WORM, mit dem sich Daten unveränderbar ablegen lassen. Docker Compose, Portainer und VirtualBox sind laut Beschreibung nativ unterstützt.

Lautstärke, Strom und Gehäuse

Für die Lautstärke nennt TerraMaster 20,9 dB(A) mit vier Laufwerken im Standby. Das ist ein Ruhewert; mit drehenden Festplatten unter Last wird es hörbar lauter, wie bei jedem 4-Bay-NAS. Gekühlt wird mit einem 120-mm-Lüfter in vier Stufen.

Einen Wert für die Leistungsaufnahme im Betrieb nennt die Produktseite nicht, nur das 90-W-Netzteil. Für eine Abschätzung der Stromkosten fehlt damit die Grundlage. Als grobe Orientierung: Jedes Watt Dauerverbrauch kostet bei angenommenen 35 Cent pro kWh rund 3 € im Jahr; vier drehende 3,5-Zoll-Festplatten tragen ihren Teil dazu bei.

Die Garantie beträgt laut TerraMaster 2 Jahre – weniger als bei Synology und QNAP mit jeweils 3 Jahren.

Für wen eignet sich das F4-425 Pro?

Gut geeignet für:

  • Heimlabor-Nutzer mit vielen Docker-Containern, Home Assistant oder virtuellen Maschinen.
  • Videoschnitt im Netzwerk, wenn ein Multi-Gigabit-Netz vorhanden oder geplant ist.
  • Medienserver mit Plex oder Jellyfin und Hardware-Transkodierung.

Weniger geeignet für:

  • Einsteiger, die nur Fotos und Dokumente sichern wollen – hier reicht ein günstigeres Gerät.
  • Wer maximale SSD-Geschwindigkeit erwartet: Die M.2-Slots sind nur mit PCIe 3.0 x1 angebunden.
  • Wer Wert auf eine lange Herstellergarantie legt.

Alternativen

Das UGREEN NASync DXP4800 Pro setzt auf einen Intel Core i3-1315U, bis zu 96 GB RAM und einen 10-GbE-Port – die stärkere Wahl für Videoteams. Wer mit 2,5 GbE auskommt und einen PCIe-Steckplatz für spätere Erweiterungen schätzt, findet im QNAP TS-464-8G eine Alternative mit drei Jahren Garantie.

Alle zehn Geräte im direkten Vergleich finden Sie in unserem NAS-Vergleich 2026.

Unser Fazit

Das TerraMaster F4-425 Pro bringt viel Hardware in ein kompaktes Gehäuse: acht CPU-Kerne, zwei 5-GbE-Ports, drei M.2-Steckplätze und vier schnelle USB-Ports. TRAID und die Datensicherungsfunktionen von TOS 7 sind solide Argumente für alle, die ihr NAS wachsen lassen wollen. Abzüge gibt es für die schmale PCIe-Anbindung der M.2-Slots, den einzelnen Speichersteckplatz, die kürzere Garantie und das Fehlen einer Verbrauchsangabe. Ob der KI-Agent OpenClaw im Alltag hilft, bleibt offen. Wer ein leistungsstarkes Bastel- und Medien-NAS sucht, bekommt hier viel Gegenwert.

Quellen

Häufige Fragen

Welche CPU steckt im TerraMaster F4-425 Pro bei Amazon?

Laut Produktbeschreibung bei Amazon die Variante mit Intel N305 (8 Kerne) und 8 GB RAM. TerraMaster bietet das Modell außerdem mit Intel N350 und 16 GB an; die Unterschiede liegen laut Hersteller vor allem beim Arbeitsspeicher.

Bringen mir die 5-GbE-Ports an der FRITZ!Box etwas?

Nur begrenzt. Die Ports arbeiten auch mit langsameren Gegenstellen, die Geschwindigkeit richtet sich aber nach dem langsamsten Glied. An einem Gigabit-Port der FRITZ!Box sind es rund 110 MB/s. Den Vorteil spüren Sie erst mit einem Multi-Gigabit-Switch und einem PC mit schnellerem Netzwerkanschluss.

Was ist TRAID?

Ein RAID-Verfahren von TerraMaster, das laut Hersteller Festplatten unterschiedlicher Größe kombiniert, um mehr Speicherplatz nutzbar zu machen. Das Array lässt sich laut TerraMaster online erweitern, ohne Dienste zu unterbrechen oder Daten zu migrieren.

Kann ich vorhandene Festplatten weiterverwenden?

TerraMaster schreibt in den FAQ der Produktseite, dass TOS eine direkte Plattenmigration unterstützt und die Daten erhalten bleiben. Ein aktuelles Backup sollten Sie vor dem Umzug trotzdem anlegen.

Wie laut ist das F4-425 Pro?

TerraMaster nennt 20,9 dB(A) mit vier Laufwerken im Standby, gemessen in 1 m Abstand bei 17,3 dB(A) Umgebungsgeräusch. Unter Last und mit drehenden Festplatten ist das Gerät lauter.