Bewertung

UGREEN NASync DXP4800 Pro: Bewertung 2026

UGREEN DXP4800 Pro mit Core i3-1315U, 10GbE und bis zu 96 GB DDR5: was das 4-Bay-NAS gegenüber dem DXP4800 Plus mehr kann und für wen sich der Aufpreis lohnt.

Redaktion von Beste NAS-System Veröffentlicht am
UGREEN NASync DXP4800 Pro

UGREEN NASync DXP4800 Pro

4,8

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Das DXP4800 Pro ist das leistungsstärkste NAS in unserem Vergleich und eine starke Basis für Kreativteams, Heimlabor und viele Container. Wer diese Reserven nicht braucht, fährt mit dem günstigeren DXP4800 Plus fast genauso gut.

Stärken

  • Intel Core i3-1315U mit 6 Kernen und 8 Threads
  • 10GbE und 2,5GbE ab Werk
  • 8 GB DDR5, erweiterbar auf 96 GB in zwei Steckplätzen
  • Laufwerke beliebiger Hersteller, 128-GB-System-SSD eingebaut

Schwächen

  • Kein PCIe-Erweiterungssteckplatz
  • Nur 2 Jahre Garantie
  • Für reine Foto- und Dokumentensicherung überdimensioniert

Das UGREEN NASync DXP4800 Pro in Kürze

Das UGREEN NASync DXP4800 Pro ist die stärkere Ausführung des beliebten DXP4800 Plus. UGREEN richtet es an Kreative und Büroteams, die Docker, virtuelle Maschinen, 4K-Videos und viele gleichzeitige Zugriffe auf einem Gerät bündeln wollen. Herzstück ist ein Intel Core i3-1315U, ein Notebook-Prozessor mit sechs Kernen und acht Threads. Das NAS kostet derzeit preis ansehen, ohne Festplatten.

Bei Amazon vergeben die Käufer im Schnitt 4,8 von 5 Sternen bei 179 Bewertungen – der beste Wert in unserem Vergleich. Diese Bewertung stützt sich auf die offiziellen Produktseiten von UGREEN (deutsch und international, mit Datenblatt) und die Produktbeschreibung bei Amazon. Ein eigener Betrieb des Geräts liegt ihr nicht zugrunde.

Technische Daten laut Hersteller

MerkmalUGREEN NASync DXP4800 Pro
ProzessorIntel Core i3-1315U, 6 Kerne / 8 Threads
Arbeitsspeicher8 GB DDR5, erweiterbar auf 96 GB (2 SODIMM-Steckplätze), ODECC
System-SSD128 GB, eingebaut
Laufwerksschächte4 × SATA (3,5″/2,5″)
M.22 × NVMe
Maximalkapazität144 TB (4 × 32 TB + 2 × 8 TB)
RAIDJBOD, Basic, 0, 1, 5, 6, 10
Netzwerk1 × 10GbE, 1 × 2,5GbE
USB vorn1 × USB-C, 1 × USB-A (je 10 Gbit/s)
USB hinten1 × USB-A (5 Gbit/s), 2 × USB-A 2.0
Weitere AnschlüsseSD-3.0-Kartenleser, HDMI 4K
PCIe-Erweiterung / Thunderbolt / WLANnein
Leistungsaufnahme42,36 W Zugriff, 18,12 W Ruhezustand (UGREEN-Labor, Seagate 2 TB)
Abmessungen10,1″ × 7,0″ × 7,0″ (ca. 257 × 178 × 178 mm)
BetriebssystemUGOS
Garantie2 Jahre

Prozessor: Core i3 statt Pentium

Der Core i3-1315U kombiniert laut UGREEN zwei Leistungs- und vier Effizienzkerne und kommt so auf acht Threads. Im DXP4800 Plus arbeitet ein Pentium Gold 8505 mit fünf Kernen und sechs Threads. UGREEN wirbt auf der deutschen Produktseite mit Zuwächsen gegenüber dem Vorgängermodell, darunter 262,6 % bei der Echtzeit-Videotranskodierung, 42,3 % beim Durchsuchen von Dateien und 45,2 % bei der Systemleistung. Das sind Herstellerwerte ohne näher beschriebene Messbedingungen; als Richtung sind sie dennoch aufschlussreich.

Im Alltag zahlt sich der stärkere Prozessor aus, wenn mehrere anspruchsvolle Aufgaben gleichzeitig laufen: ein Plex- oder Jellyfin-Server, der für mehrere Geräte transkodiert, die KI-Fotoerkennung über eine große Bibliothek, Docker-Container wie Home Assistant oder Paperless-ngx und eine Windows-VM. Wer nur Dateien ablegt und Handyfotos sichert, wird den Unterschied zum Plus kaum bemerken.

Arbeitsspeicher bis 96 GB

Ab Werk stecken 8 GB DDR5 im Gerät, verteilt auf zwei SODIMM-Steckplätze lässt sich der Speicher laut UGREEN auf bis zu 96 GB ausbauen. Das ist mehr als beim Plus (64 GB) und deutlich mehr als bei Synology DS225+ (6 GB) oder QNAP TS-464 (16 GB). UGREEN weist darauf hin, dass nicht jedes DDR5-Modul freigegeben ist; vor dem Aufrüsten lohnt der Blick in die Kompatibilitätsliste. Laut Datenblatt wird ODECC unterstützt, die On-Die-Fehlerkorrektur von DDR5.

Für den Heimgebrauch reichen 8 GB lange. Sinnvoll wird ein Ausbau, sobald mehrere virtuelle Maschinen oder speicherhungrige Container laufen sollen.

Netzwerk: 10GbE und 2,5GbE

Mit einem 10-GbE- und einem 2,5-GbE-Port ist das DXP4800 Pro ab Werk für schnelle Netze gerüstet. UGREEN nennt bis zu 1.250 MB/s, also das theoretische Maximum von 10 Gbit/s. Um das auch nur annähernd zu erreichen, müssen laut UGREEN alle Glieder der Kette mitspielen: 10-GbE-Anschluss am Rechner, ein 10-GbE-Switch oder eine Direktverbindung, passende Kabel (für 10GBASE-T etwa Cat6a) und ein Festplattenverbund, der schnell genug liefert.

Im typischen Haushalt mit FRITZ!Box und Gigabit-LAN bleibt es bei rund 110 MB/s. Der 2,5-GbE-Port eignet sich dann für die Verbindung zum Router, der 10-GbE-Port für eine Direktverbindung zum Schnitt-PC. Genau dieses Szenario beschreibt UGREEN für Kreative: 4K-Material direkt vom Server bearbeiten, ohne es vorher zu kopieren.

Speicher, M.2 und Anschlüsse

Vier SATA-Schächte nehmen 3,5- und 2,5-Zoll-Laufwerke bis 32 TB auf, zwei M.2-NVMe-Steckplätze dienen als SSD-Cache oder als eigener schneller Speicherpool. Zusammen nennt UGREEN maximal 144 TB. Das Betriebssystem liegt auf einer eingebauten 128-GB-SSD, sodass alle Schächte für Daten frei bleiben.

Laut Amazon-Beschreibung ist das NAS mit Festplatten von Western Digital, Seagate, Toshiba und weiteren Herstellern kompatibel – ein Vorteil gegenüber Herstellern, die eigene Platten bevorzugen. Für den Datenverbund bietet UGOS die RAID-Stufen JBOD, Basic, 0, 1, 5, 6 und 10. Für vier Platten empfiehlt UGREEN im Heimbereich RAID 5 als Kompromiss aus Ausfallschutz und nutzbarem Platz, RAID 6 für stärkeren Schutz.

Vorn sitzen USB-C und USB-A mit je 10 Gbit/s sowie ein SD-Kartenleser, praktisch für Fotografen, die Speicherkarten direkt aufs NAS kopieren. Hinten gibt es weitere USB-Ports und einen HDMI-Ausgang für 4K-Wiedergabe mit 60 Hz. Einen PCIe-Steckplatz für spätere Netzwerkkarten hat das Gerät nicht.

Software: UGOS

UGOS ist das hauseigene Betriebssystem. Laut UGREEN gehören ein KI-Fotoalbum mit lokaler Erkennung von Personen, Szenen und Objekten, eine semantische Suche, Docker, virtuelle Maschinen (Windows, Linux, OpenWrt), Mac-Backups und das Einbinden von Cloud-Laufwerken dazu. Apps gibt es für Android, iOS, Windows, macOS, Webbrowser und Smart-TVs.

Für die Sicherheit verweist UGREEN auf eine Zertifizierung durch TÜV SÜD nach ETSI EN 303 645, die europäische Norm für die Cybersicherheit vernetzter Verbrauchergeräte. Laut Amazon-Beschreibung warnt UGREEN zudem davor, das Betriebssystem selbst zu verändern oder das Gerät während eines Updates vom Strom zu trennen. Im Vergleich zu Synology DSM ist das App-Angebot von UGOS jünger; wer bestimmte Spezialprogramme braucht, löst das meist über Docker.

Stromverbrauch

UGREEN nennt 42,36 W bei Laufwerkszugriff und 18,12 W im Ruhezustand, gemessen mit einer 2-TB-Festplatte von Seagate. Bemerkenswert: Exakt dieselben Werte stehen beim DXP4800 Plus. Ob sie für den neuen Prozessor eigens gemessen wurden, geht aus der Seite nicht hervor.

Ein Rechenbeispiel: Läge der Durchschnitt bei 25 W, wären das rund 219 kWh im Jahr, bei angenommenen 35 Cent pro kWh etwa 75 €. Wer Ruhezustand und Zeitpläne konsequent nutzt, kommt darunter; mit vier großen Festplatten und Dauerlast darüber.

Für wen eignet sich das DXP4800 Pro?

Gut geeignet für:

  • Kreative und kleine Teams, die 4K-Material oder RAW-Fotos über 10GbE direkt vom NAS bearbeiten.
  • Heimlabor-Nutzer mit vielen Containern und mehreren virtuellen Maschinen.
  • Wer viel RAM-Reserve und Festplattenfreiheit will.

Weniger geeignet für:

  • Einsteiger, die nur Fotos und Dokumente sichern – hier genügt ein 2-Bay-Gerät.
  • Wer später per PCIe-Karte erweitern möchte.
  • Wer eine Herstellergarantie von drei Jahren oder mehr erwartet.

Alternativen

Das UGREEN NASync DXP4800 Plus hat dieselben Schächte, Anschlüsse und 10GbE, kostet weniger und reicht für die meisten Haushalte. Wer zwei gleich schnelle Netzwerkports und drei M.2-Steckplätze bevorzugt, sollte das TerraMaster F4-425 Pro mit Intel N305 und 2 × 5GbE ansehen.

Alle zehn Geräte im direkten Vergleich finden Sie in unserem NAS-Vergleich 2026.

Unser Fazit

Das UGREEN NASync DXP4800 Pro bietet die meiste Rechenleistung in unserem Vergleich, 10GbE ab Werk, Speicherausbau bis 96 GB und freie Festplattenwahl. Die Amazon-Käufer bewerten es sehr gut. Abstriche gibt es bei der Garantie von zwei Jahren, beim fehlenden PCIe-Steckplatz und beim jüngeren App-Angebot von UGOS. Für Kreative und anspruchsvolle Heimlabore ist es eine ausgezeichnete Wahl; für Familien, die vor allem Fotos sichern, ist das DXP4800 Plus die vernünftigere Kaufentscheidung.

Quellen

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen DXP4800 Pro und DXP4800 Plus?

Laut UGREEN ersetzt das Pro den Pentium Gold 8505 (5 Kerne, 6 Threads) des Plus durch einen Intel Core i3-1315U mit 6 Kernen und 8 Threads und erhöht den maximalen Arbeitsspeicher von 64 auf 96 GB. Schächte, M.2-Steckplätze, 128-GB-System-SSD, 10GbE- und 2,5GbE-Port sowie die Maximalkapazität von 144 TB sind gleich.

Sind Festplatten im Lieferumfang?

Nein. Das DXP4800 Pro wird ohne Festplatten geliefert. Eingebaut ist nur eine 128-GB-SSD für das Betriebssystem UGOS. Laut UGREEN funktionieren Festplatten von Western Digital, Seagate, Toshiba und anderen Herstellern; vor dem Kauf hilft die Kompatibilitätsliste.

Kann ich Plex auf dem DXP4800 Pro nutzen?

Ja, laut UGREEN laufen Plex und Jellyfin als Docker-Container, und der Core i3-1315U bietet Quick-Sync-Hardwarebeschleunigung. Plex ist kein vorinstalliertes UGOS-Programm; für hardwarebeschleunigtes Streaming verlangt Plex laut UGREEN ein aktives Plex Pass.

Wie viel Strom verbraucht das DXP4800 Pro?

UGREEN gibt 42,36 W bei Laufwerkszugriff und 18,12 W im Festplatten-Ruhezustand an, gemessen mit einer Seagate-2-TB-Festplatte. Die Werte sind identisch mit denen des DXP4800 Plus. Der reale Verbrauch hängt stark von Plattenzahl, Containern und Ruhezustandseinstellungen ab.

Lohnt sich der 10-GbE-Port an einer FRITZ!Box?

Direkt an einer FRITZ!Box mit Gigabit-Ports nicht: Dort ist bei rund 110 MB/s Schluss. Der 10-GbE-Port spielt seine Stärke aus, wenn PC und NAS über einen 10-GbE-Switch oder direkt per Kabel verbunden sind, etwa für Videoschnitt vom NAS.